Den Anforderungen bezüglich REACH | RoHS | POP | TSCA | Altfahrzeugverordnung (ELV – End of Life Vehicles) Konfliktmineralien | PFAS | PROP.65 | SCIP gerecht werden.
Nicht jedes Bauteil ist gleich kritisch. Konzentrieren Sie sich auf die relevantesten Komponenten. Unterteilen Sie Lieferanten und Zukaufteile in Risikoklassen.
Vermeiden Sie Freitext-E-Mails. Nutzen Sie stattdessen bewährte Standardformulare und Vorlagen und Verankern Sie Compliance-Klauseln fest in Ihren Einkaufsbedingungen.
Nutzen Sie Ihre vorhandenen Materialdaten oder ERP-Stücklisten als Basis. Diese können dauerhaft mit offiziellen Datenbanken abgeglichen werden.
Nutzen Sie Datenbanken, die bei Änderungen an REACH oder RoHS automatische Benachrichtigungen versenden und führen Sie stichprobenartige Kontrollen durch.
Wir erstellen Schreiben und Vorlagen für Ihre Kommunikation mit Lieferanten, Kunden und Behörden. Gerne übernehmen wir auch die Kommunikation für Sie.
Wir überprüfen anhand Ihrer Dokumentation ob Ihre Produkt eingeschränkte oder verbotene Stoffe enthalten.
Wir überprüfen in regelmäßigen Abständen, ob die Inhaltsstoffe Ihrer Produkt zuvor abgestimmten Vorgaben entsprechen.
Wir monitoren Gesetzesänderungen auf unserer Plattform athena. Dabei unterteilen wir Rechtsvorschriften in verschiedene Product Compliance Kategorien, damit Sie Ihre Produkte möglichst einfach einsortieren können.
Unter Material Compliance wird die Einhaltung von Anforderungen an verwendete Materialien und enthaltene chemische Stoffe verstanden (stoffbezogene Produktkonformität). Durch diese Vorgaben sollen Risiken für die Umwelt und den Menschen minimiert werden. Material Compliance Anforderungen betreffen die gesamte Lieferkette und nicht nur ein einzelnes Unternehmen. Maßgeblich sind vor allem die folgenden Vorschriften und Anforderungen (nicht abschließend):
REACH | RoHS | POP | TSCA | Altfahrzeugverordnung (ELV – End of Life Vehicles) | Konfliktmineralien | PFAS | PROP.65 | SCIP
Wir unterstützen Sie bei der Datenaufbereitung der Erstellung von Datensätzen im Internationalen Materialdaten System (IMDS).
Wir unterstützen Sie bei allen Schritten der REACH-Registrierung Ihrer Stoffe.
Wir erstellen und aktualisieren Ihre Sicherheitsdatenblätter. Durch unsere langjährige Erfahrung im Chemikalienrecht und in der Gefahrstoffbewertung helfen wir Ihnen schnell, zuverlässig und termingerecht.
Oft ist das manuelle Nachfassen per E-Mail mühsam. Bauen Sie auf standardisierte Prozesse: Fordern Sie von Lieferanten globale Bestätigungen über die Einhaltung von REACH (SVHC-Liste) und bspw. RoHS ein. Für Schlüsselkomponenten sollten Sie vollständige Materialdeklarationen verlangen. Dies spart bei künftigen Stoffverboten Zeit, da Sie nicht erneut nachfragen müssen.
Eine praktikable Lösung für ein Material-Compliance-System in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) muss effizient sein, ohne die begrenzten personellen Ressourcen zu überfordern. Der Fokus sollte auf einem stücklistenbasierten (BOM) Ansatz liegen, der die Datenerfassung bereits in den Entwicklungsprozess integriert.
Vermeiden Sie redundante Ablagesysteme, die Sie parallel pflegen müssen. Ein strukturiertes Materialinventar dient gleichzeitig als "Single Source of Truth".
Ein KMU benötigt kein komplexes Großkonzern-System. Ein KMU-orientiertes MCS sollte auf folgende Säulen aufgebaut sein:
Vorbeugen
Unterteilen Sie Ihre Lieferanten und Zukaufteile in Risikoklassen. Hochrisiko-Teile (z. B. Elektronik, Kunststoffe mit Weichmachern) sollten gezielt geprüft werden, während bei risikoarmen Teilen (z. B. unbeschichteter Edelstahl) einfache Selbsterklärungen genügen.
Kontrolle behalten
Rechtzeitig agieren
Seien sie proaktiv. Erstellen Sie vorab Prozesse für die Fälle, wenn Stoffe schärfer reguliert oder verboten werden (z. B. frühzeitige Suche nach Alternativen).
Materialinventar
Ein separates Excel-Sheet wird schnell zur digitalen "Datenleiche". Integrieren Sie an geeigneter Stelle das Materialinventar.
System-Ein- und Anbindung
Verknüpfen Sie Materialdaten direkt mit der Artikelnummer in Ihrem Materialdaten- oder Produktinformationssystem (PIM).
Digitaler Produktpass
Ein gut geführtes Material-Compliance-Sytem ist die wichtigste Datenquelle für den künftigen digitalen Produktpass (DPP) . Wenn Ihre Daten bereits heute strukturiert und maschinenlesbar vorliegen, reduziert dies den Aufwand für die kommende EU-Regulierung erheblich.
REACH und RoHS sind zwei grundlegende EU-Richtlinien, die sicherstellen sollen, dass Produkte für Mensch und Umwelt unbedenklich sind.
Bedeutung REACH: Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien)
Bedeutung RoHS: Restriction of Hazardous Substances (Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe).
POP und PFAS sind zwei Gruppen von gefährlichen, vom Menschen hergestellten Industriechemikalien. Beide sind extrem langlebig und schädigen Umwelt sowie Gesundheit. Viele PFAS gehören gleichzeitig zur Gruppe der POPs, da sie die gleichen extrem langlebigen und schädlichen Eigenschaften aufweisen.
POP (Persistente Organische Schadstoffe)
POP steht für Persistent Organic Pollutants. Sie bauen sich in der Natur praktisch nicht ab und verbleiben über Jahrzehnte in der Umwelt.
PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen)
PFAS beschreibt eine riesige Gruppe von mehreren tausend synthetischen Industriechemikalien, die als "Ewigkeitschemikalien" bezeichnet werden. Sie sind wasser-, fett- und schmutzabweisend sowie extrem hitze- und chemikalienbeständig.
TSCA und PROP 65 sind zwei wichtige US-amerikanische Gesetze zum Schutz von Mensch und Umwelt vor gefährlichen Chemikalien. Sie betreffen Hersteller, Importeure und Händler (oft auch aus Europa).
TSCA (Toxic Substances Control Act)
Das TSCA ist ein US-weites Bundesgesetz zur Chemikaliensicherheit, das von der Umweltbehörde EPA überwacht wird. Es regelt die Herstellung, den Import, die Verwendung und die Entsorgung von chemischen Stoffen.
PROP 65 (California Proposition 65)
Die „Proposition 65“ ist ein kalifornisches Verbraucherschutzgesetz, der Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act. Wenn ein Produkt die vorgegebenen Grenzwerte überschreitet, muss es vor dem Kauf deutlich und eindeutig gekennzeichnet werden.
IMDS und ELV sind zwei eng miteinander verbundene Begriffe aus der Automobilindustrie, die dem Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie dem Recycling von Fahrzeugen dienen. Beide Systeme greifen direkt ineinander. Das IMDS ist ein online verfügbares Materialdatensystem, mit dem die Automobilindustrie kommuniziert, dass die Vorgaben der ELV eingehalten werden.
IMDS (International Material Data System)
IMDS ist eine globale, internetbasierte Datenbank, mit der sich Werkstoffe archivieren, austauschen und verwalten lassen..
ELV (End-of-Life Vehicles Directive)
ELV ist die englische Bezeichnung für die EU-Altfahrzeug-Richtlinie (Richtlinie 2000/53/EG). Sie regelt umweltbezogene Vorgaben für die Entsorgung und das Recycling von Altfahrzeugen.
Als Konfliktmineralien werden Rohstoffe bezeichnet, deren Abbau und Handel in Krisengebieten stattfindet und bewaffnete Konflikte, Menschenrechtsverletzungen oder Zwangsarbeit finanziert.
In der EU werden diese Mineralien in der EU-Verordnung zur Festlegung von Pflichten zur Erfüllung der Sorgfaltspflichten in der Lieferkette für Unionseinführer von Zinn, Tantal, Wolfram, deren Erzen und Gold aus Konflikt- und Hochrisikogebieten reguliert.
Der Dodd-Frank Act schreibt Berichts- und Offenlegungspflichten für US-börsennotierte Firmen mit Bezug auf die Verwendung von Konfliktmineralien vor. Da das Gesetz jedoch auch Anforderungen an die Lieferkette dieser Betriebe stellt, kann es indirekt auf ausländische Unternehmen wirken, wenn die Betriebe Zulieferer oder Sublieferanten für die betreffenden amerikanischen Firmen sind.